13. Feb. 2026
5. Workshop: intern
14. Nov. 2025
4. Workshop: intern
Ort: Humboldt-Universität zu Berlin
13.-14. Jun. 2025
Literaturtage:
Das Thema »Erben« ist von großem Reiz für die Literatur. In ihm verbinden sich Ursprungserzählungen mit familiären Emotionen und Fantasien individueller Bereicherung, aber auch mit Versuchen, aus vorgegebenen Traditionen auszusteigen und auf das Ererbte zu verzichten. Die Faszinationskraft reicht von den Patriarchengeschichten der hebräischen Bibel über Shakespeares »König Lear« und Thomas Manns »Buddenbrooks« bis zu Serien wie »Downton Abbey« und »Succession«.
Die Literatur unserer Gegenwart ist mit einer Situation konfrontiert, in der Erbe und Erbschaften eine neuartige Dynamik gewonnen haben. Einerseits wird so viel Privatvermögen vererbt wie nie zuvor, andererseits steht das bürgerliche Erbrecht in der Kritik, da sich die Ordnungen von Ehe, Familie und Reproduktion zunehmend diversifizieren. Hinzu kommen die Verschiebung von Erbgütern ins Immaterielle, Virtuelle und Digitale sowie die Neubestimmung kollektiven Erbes im Zeichen von Globalisierung und »World Heritage«. Die Debatte um das Erbe betrifft also Fragen der sozialen Gerechtigkeit, des Generationen- und Geschlechterverhältnisses ebenso wie kulturpolitische und postkoloniale Perspektiven.
Die Literaturtage, die das Leibniz-Zentrum für Literatur- und Kulturforschung gemeinsam mit dem Literaturhaus Berlin und dem Institut für deutsche Literatur der Humboldt-Universität zu Berlin veranstalteten, verstehen sich als Beitrag zu dieser Debatte. In acht Lesungen und Gesprächen versuchten wir, mehr über das Erben, Vererben und Enterben innerhalb und außerhalb der Familie zu erfahren, über Tradition und Restitution, Nachlässe und Geheimnisse, Geld und Gene.
Programm 13. Juni
14.45: Begrüßung und Einführung
15.00: Khuê Phạm, moderiert von Janika Gelinek
16.00: Kaffeepause
16.30: Lukas Bärfuss, moderiert von Stefan Willer
17.30: Kenah Cusanit, moderiert von Hanna Hamel
Im Anschluss
19.00: heir~~~loom. Performance von Emilia Schlosser
Programm 14. Juni
14.00: Lin Hierse, moderiert von Sonja Longolius
15.00: Georg M. Oswald, moderiert von Patrick Hohlweck
16.00: Kaffeepause
16.30: Katja Petrowskaja, moderiert von Claude Haas
17.30: Marlen Hobrack, moderiert von Kira Jürjens
7.-8. Feb. 2025
3. Workshop: Eigentum und Erbe im Sozialismus
Ort: Universität Leipzig
Freitag, 7.2.2025
13:00-16:00: Führung durch die neue Dauerausstellung des Grassi Museums für Völkerkunde zu Leipzig
Fortsetzung des Workshops im Geisteswissenschaftlichen Zentrum
16.30-17:00: Uhr Pause
17:00-19:00: Eigentum und Erbe im Sozialismus
Impulsvorträge:
Dietmar Müller (Leipzig): Eigentum und Erbe in Rumänien, Ungarn und Jugoslawien
Ulrike Langbein (Leipzig)
Anna Ivanova (Berlin): Eigentum und Erbe in der späten Sowjetunion
Textdiskussion:
Kerstin Brückweh: Eigentum. Ein Indikator für innerdeutsche Unterschiede und Gemeinsamkeiten
Samstag, 8.2.2025
interne Diskussion
15.-16. Nov. 2024
2. Workshop: Objekte, Akteure und Räume liminalen Eigentums
Ort: Humboldt-Universität zu Berlin
Freitag, 15.11.2024: Objekte
13:00-14:30: Führung durch die Kunstsammlung der Humboldt-Universität (Dr. Christina Kuhli, Kustodin).
Fortsetzung des Workshops in den Räumen des Käte-Hamburger-Kollegs „inherit“
15:00-16:30:
Sharon Macdonald: Liminal Objects/Liminal Object Spaces
Ulrike Vedder: Sammlungszerstörung im Film
16:30-16:45: Pause
16:45-18:15:
Susanne Frank: Literatur als liminales Eigentum. Und Literaturdenkmäler?
Stefan Gosepath/Bertram Lomfeld: Immaterielle Güter und soziale Objekte
Samstag, 16.11.2024: Akteure und Räume
10:00-11:30:
Jürgen Dinkel: Hidden Helpers (Bericht von einer Archivrecherche in den USA)
Textdiskussion: Lukas Bärfuss, Vaters Kiste (2022)
11:30-11:45: Pause
11:45-13:00:
Textdiskussion: Heinrich von Kleist, Das Bettelweib von Locarno (1810)
Stefan Willer: Probleme des kulturellen Erbes im Berliner Humboldt-Forum
13:00-14:00: Pause
14:00-16:30: weitere Planung
9.-10. Feb. 2024
1. Workshop:
Ort: Humboldt-Universität zu Berlin
Freitag, 9.2.2024
14:00-14:30: Vorstellungsrunde
14:30-16:30: Stefan Gosepath: Buchprojekt über Vermögensvererbung
16:30-17:00: Pause
17:00-19:00: Jürgen Dinkel: Buchvorstellung (Alles bleibt in der Familie. Erbe und Eigentum in Deutschland, Russland und den USA seit dem 19. Jahrhundert)
Samstag, 10.2.2024
10:00-12:30: Diskussion zum Leitbegriff ‚Liminalität‘
12:30-13:30: Pause
13:30-15:30: weitere Planung
15.-17. März 2023
Abschlusstagung des DFG-Netzwerks: „Erbfälle und Eigentumsübertragungen – Erbpraktiken im Spannungsfeld von Staat und Familie seit 1800“